Bäckerei 2003 unter 64-bit Windows in der DOSBox

 

Das kostenlose Programm DOSBox in der Version „Megabuild“ ermöglicht es Ihnen, mit dem 16-bit DOS-Programm Bäckerei 2003 unter Windows 10 / 64-bit zu arbeiten! Diese Version der DOSBox schaltet auch gleich den Durchgang zur – hoffentlich vorhandenen – parallelen Druckerschnittstelle LPT1, LPT2 oder LPT3 frei. Auch Computer ohne Parallel-Drucker-Schnittstelle können eingesetzt werden, indem in Windows ein USB-Drucker mit paralleler LPT-Schnittstelle konfiguriert wird.

Drucken auf Matrixdrucker: die DOSBox druckt, ganz wie unter DOS, Windows XP/32-bit oder Windows 10 / 32-bit direkt auf einen EPSON-kompatiblen Matrixdrucker oder einen Laserdrucker, der auf EPSON-Kompatibilität umgeschaltet werden konnte. Die DOSBox druckt NICHT automatisch auf Windows-Drucker (Laser- oder Tintenstrahldrucker)!

Drucken auch auf Windows-Drucker: mit dem kostenlosen Zusatzprogramm DOSPrn kann mit der DOSBox auch auf einen Windows-Drucker (mit PCL-Druckercodes) gedruckt werden!

Drucken nur auf Windows-Drucker: wollen Sie die von Bäckerei 2003 erzeugten Dokumente ausschließlich auf einen Windows-Drucker drucken, so empfehlen wir, dies mit dem Programm vDOSPlus zu tun. vDOSPlus druckt standardmäßig NUR auf Windows-Drucker! Allerdings ist für das in vDOSPlus enthaltene Programm DOSPrinter eine Lizenzgebühr von etwa 30,- US$ zu entrichten!

Mehrplatz-Betrieb: die DOSBox „Megabuild“ ist nicht mehrplatzfähig! Falls Sie versuchen sollten, von mehreren Stationen im Netzwerk gleichzeitig mit einem Mehrplatz-Bäckerei 2003 und der DOSBox „Megabuild“ zu arbeiten, so ist regelmäßig mit zerstörten Dateien zu rechnen! Verwenden Sie im Mehrplatz-Betrieb unbedingt das Programm vDOSPlus! vDOPlus ist nämlich mehrplatzfähig!

Zur Beachtung: die Programme DOSBox „Megabuild“ wie auch vDOSPlus sind sogenannte Virtuelle Maschinen, Sie emulieren für die auszuführenden Programme eine direkt verfügbare DOS-Umgebung, allerdings nicht mit dem vollen Umfang der DOS-Befehle, was im allgemeinen kaum stört. Sie können aber auch andere virtuelle Maschinen einsetzen, besonders die VirtualBox von Oracle https://oracle-virtualbox.net/pc/30-virtualbox-for-windows-10.html Die VirtualBox ist deutlich komplexer als die DOSBox oder vDOSPlus! Aber. Sie müssen in der VirtualBox zuerst ein Betriebssystem (zB DOS 7.0 oder Windows XP/32) installieren und dann erst können Sie Bäckerei 2003 auf einer virtuellen Festplatte installieren. VirtualBox gibt es für alle möglichen Betriebssysteme wie Apple OSX, Linux usw. Das heißt, Sie könnten mit VirtualBox Ihr Bäckerei 2003 auch auf einem Apple- oder Ubuntu-Computer laufen lassen.

Hier zeigen wir die Schritte, um Bäckerei 2003 in der DOSBox „Megabuild“ zum Laufen zu bringen:

=> Die DOSBox „Megabuild herunterladen und installieren

=> Die Konfigurations-Datei B2003.conf erstellen

=> Die Datei b2003.conf bearbeiten / einrichten

=> Die Funktionstasten der DOSBox

=> Testen der Funktionen der DOSBox

=> Bäckerei 2003 einrichten

=> Die Num-Lock-Taste in Bäckerei 2003

=> Umspielen beschädigter Btrieve-Dateien

=> Konflikte mit anderen Btrieve-Versionen

 

 

 

 

DOSBox „Megabuild“ herunterladen und installieren.

Die DOSBox „Megabuild“ kann heruntergeladen werden von:

https://archive.org/details/DOSBox-Megabuild

https://tradownload.ws/results/dosbox-megabuild-6.html

Installation. Starten Sie die Installation mit Doppelklick auf die heruntergeladene Datei namens DOSBox_Megabuild6-win32-installer.exe
* Ausführen bestätigen mit Klick auf [ Ausführen ]
* GNU-Lizenz akzeptieren mit Klick auf [ Next > ]
* Bei ’select components to install‘ alles angeklickt lassen und Klick auf [ Next > ]
* C:\Programme\DOSBox_MB6 als Installationsort. So belassen und Klick auf [ Install ]
* Die Installation läuft und links oben im Fensterchen steht ‚completed‘. Dann auf [ Close ] klicken und das wars!

Als Test: Sie sollten nun am desktop ein Icon mit der Beschriftung ‚DOSBox Megabuild6‘ finden können. Doppelklicken Sie da drauf. Es öffnen sich zwei Fenster. Das hintere Fenster ist das im Moment interessantere Fenster. Lesen Sie davon ab, wo sich Ihre Konfigurationsdatei dosbox-SVN_MB6.conf befindet und schreiben Sie das auf. Für Windows XP steht da C:\Dokumente und Einstellungen\IhrBenutzerName\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\DOSBox\dosbox-SVN_MB6.conf und für Windows 7 und Windows 10 steht da C:\Benutzer\IhrBenutzername\AppData\Local\DOSBox\dosbox-SVN_MB6.conf

 

Die Konfigurations-Datei b2003.conf erstellen

– Als erstes sind die versteckten Verzeichnisse sichtbar zu machen. Versuchen Sie, die Datei DOSBox-SVN_MB6.conf (für Windows 7 und 10) in C:\Benutzer\IhrBenutzername\AppData\Local\DOSBox\.. zu finden und zu sehen. Das wird Ihnen auf einem standardmäßig eingestellten PC nicht sofort gelingen, denn C:\Benutzer\BenutzerName\AppData ist ein Systemverzeichnis und daher unsichtbar. Klicken Sie auf [Start] und geben Sie im Feld ‚Programme/Dateien durchsuchen‘ das Wort Ordneroptionen ein. Sie erhalten als Antwort ‚Ordneroptionen‘, klicken Sie da drauf. Klicken Sie im aufgehenden Fenster auf die Karteikarte ‚Ansicht‘.
* Klicken Sie das Häkchen bei ‚Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden‘ weg.
* Klicken Sie das Häkchen bei ‚Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)‘ weg.
* Stellen Sie die radiobox ‚Versteckte Dateien und Ordner‘ auf: ‚ausgeblendete Dateien, Ordner oder Laufwerke anzeigen‘
Klicken Sie auf [OK] und schließen das Fenster.

– Nun sollten Sie den Windows Explorer starten (Windows-Taste + E) und Sie sollten in der Lage sein, die Datei dosbox-SVN_MB6.conf aufzufinden bzw im Windows Explorer zu sehen. Klicken Sie einmal mit der rechten Maustaste drauf und wählen Sie aus dem Kontextmenü [Kopieren]. Nun klicken Sie nochmals mit der rechten Maustaste ins Verzeichnis und wählen aus dem Kontextmenü [Einfügen]. Eine weitere .conf-Datei wird nun im Verzeichnis gezeigt. Klicken Sie auf die Datei und bearbeiten Sie den Dateinamen bis Sie b2003.conf sehen! (Info: das Kopieren geschieht durchaus mit Absicht, denn wir benötigen die ursprüngliche .conf-Datei später noch fürs eventuelle Umspielen von beschädigten Btrieve-Dateien!)

Die Datei b2003.conf bearbeiten / einrichten

Nun bearbeiten wir die b2003.conf . Doppelklicken Sie auf den Dateinamen b2003.conf . Öffnen Sie die Datei mit dem Windows Editor. Falls die Datei-Endung .conf noch nicht dem Windows-‚Editor‘ zugeordnet ist, wird Ihnen der Editor in einer Liste zur Auswahl gezeigt. Alternativ können Sie gleich den Windows-Editor starten (Windows-Start ..  Windows Zubehör .. Editor) und mit Datei .. Öffnen die Datei b2003.conf aufsuchen und zum Bearbeiten öffnen. Die b2003.conf ist eine Text-Datei, die umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten der DOSBox bietet. Wir bearbeiten nun diese Datei …

# Falls Sie die DOSBox gleich im Vollbild-Modus starten wollen:
# Ansonsten können Sie mittels Tastenkombination Alt + Enter jederzeit zwischen Fenster und Vollbild umschalten!

[sdl]
fullscreen=true

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# mit der folgenden Einstellung erhalten Sie ein doppelt so grosses Fenster als mit der normalen DOSBox
# Sie können ja verschiedene Einstellungen austesten, sind hier alle aufgelistet

[render]
scaler=advmame2x forced

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# Die DOSBox ist mit den Originaleinstellungen relativ langsam.
# Sie können mit den Tastenkombinationen Strg-F11 und Strg-F12 die Geschwindigkeit größer + kleiner machen
# Sie können auch die unter http://www.dosbox.com/wiki/Basic_Setup_and_Installation_of_DosBox nachzulesende Optimierung
# der Geschwindigkeit der DOSBox vornehmen, um festzustellen, was die optimalste cycles-Einstellung auf Ihrem Computer ist!

[cpu]
cycles=fixed 7000
cycleup=500
cycledown=500

—————————

# Ausser Sie wollen den Nadeldrucker emulieren, also auf einen Windows-Drucker ausdrucken
# ist von uns ungetestet, sollte aber funktionieren …

[printer]
printer=false

—————————

# So können Sie auf den mit NET USE definierten Nadeldrucker an LPT2: drucken
# Voraussetzungen:
# Installiertes Netzwerk. Ein Internet-Anschluss genügt. Wenn nicht, so ist der Microsoft Loopback Adapter (in Windows vorhandener Treiber) installiert sein!
# Wenn Sie mit NET USE .. einem USB-Drucker eine LPT-Schnittstelle zuordnen wollen, so muss dieser in ‚Geräte und Drucker‘ fürs Netzwerk freigegeben werden.
# Wählen Sie einen kurzen Freigabenamen (8 Zeichen oder weniger) ohne Leerzeichen.
# Klicken Sie ‚Druckaufbereitung auf Client-Computern‘ an.
# Für per USB angeschlossene Drucker muss mit NET USE LPT2: \\ComputerName\DruckerFreigabeName /Persistent:yes eine dauerhafte Zuordnung geschaffen werden.
# Sie können mit NET USE nicht auf einen physisch vorhandenen LPT-port verweisen!
# Wenn Sie den LPT1: nur am motherboard des Computers haben, so wird die Zuordnung mit NET USE LPT1: \\Computer\FreigabeName nicht funktionieren.
# Viele moderne motherboards haben zwar den LPT1: am motherboard, aber keinen herausgeführten Anschluss. Verwenden Sie daher sicherheitshalber immer den LPT2:
# In Bäckerei 2003 ist im Hauptmenü Q (Konfiguration) zu drücken und unter Drucker LPT2 einzugeben. Beachten Sie, dass der Doppelpunkt fehlen muss!

# Beachten Sie bitte, dass in den neueren Versionen der DOSBox „Megabuild“ KEIN porttalk Treiber installiert werden muss!

# Die Drucker-Schnittselle LPT1 ist dann automatisch freigeschaltet!

[parallel]
parallel1=disabled
parallel2=file dev:lpt2 timeout:500
parallel3=disabled

# So verwenden Sie einen vorhandenen Nadeldrucker an LPT1:
# Voraussetzungen:
# Installiertes Netzwerk. Ein Internet-Anschluss genügt. Wenn nicht, so ist der Microsoft Loopback Adapter (in Windows vorhandener Treiber) installiert sein!
# In Bäckerei 2003 ist im Hauptmenü Q (Konfiguration) zu drücken und unter Drucker LPT1 einzugeben. Beachten Sie, dass der Doppelpunkt fehlen muss!

[parallel]
parallel1=disabled
parallel2=file dev:lpt1 timeout:500
parallel3=disabled

—————————

# Wenn Bäckerei 2003 und seine Daten sich am lokalen PC im Verzeichnis C:\BACKEURO befinden …
# Um gleich im Arbeitsverzeichnis C:\BACKEURO zu landen
# Der Befehl mount c c:\ wird eine Warnung produzieren – kümmern Sie sich nicht darum!

[autoexec]
# Lines in this section will be run at startup.
# You can put your MOUNT lines here.
mount c c:\
c:
CD backeuro

——————————–

# OPTIONAL: Wenn die Daten für Bäckerei 2003 auf einem Server sitzen und das Programm Bäckerei 2003 lokal gespeichert ist,
# dann muss natürlich auch das Netzlaufwerk ‚gemountet‘ werden. Wir nehmen hier an, das Netzlaufwerk wäre X:
# Dieses Szenario erfordert auch, dass Sie Bäckerei 2003 sagen, wo sich die Daten befinden – editieren Sie dazu die Datei BBDATDIR.EXE
# in jedem PC, auf dem Bäckerei 2003 installiert ist. BBDATDIR.EXE enthält Laufwerk / Verzeichnis in der Form: X:\BACKEURO\
# Vorsicht! Z: ist für die DOSBox reserviert!!

[autoexec]
# Lines in this section will be run at startup.
# You can put your MOUNT lines here.
mount x x:\
mount c c:\
c:
CD backeuro

 

# OPTIONAL: Wenn die Daten für Bäckerei 2003 auf einem Server sitzen und das Programm Bäckerei 2003 sich ebenfalls dort befindet,
# dann muss natürlich auch das Netzlaufwerk ‚gemountet‘ werden. Wir nehmen hier an, das Netzlaufwerk wäre X:
# Programm UND Daten befinden sich dann in X:\BACKEURO – alle angeschlossenen PCs starten ihr Programm also von dort.
# Da alle Teilprogramme von Bäckerei 2003 relativ klein sind und die Netzwerke heute sehr schnell,
# so bedeutet das im Grunde nur eine Verzögerung im Millisekundenbreich.
# Vorsicht! Z: ist für die DOSBox reserviert!!

[autoexec]
# Lines in this section will be run at startup.
# You can put your MOUNT lines here.
mount x x:\
X:
CD backeuro

————————————————————

Speichern Sie diese Datei nach den vorgenommenen Änderungen wieder ab. Sie können diese Datei ab sofort, die nun die wichtigen Eintragungen für das Drucken haben sollte, kopieren und als Ausgangspunkt für alle anderen .conf-Dateien verwenden.

 

Die Funktions-Tasten der DOSBox

Sie finden die aktuell gültigen Funktions-Tasten im DOSBox-Handbuch (englisch) unter https://www.dosbox.com/DOSBoxManual.html

ALT-ENTER Switch to full screen and back.
ALT-PAUSE Pause emulation (hit ALT-PAUSE again to continue).
CTRL-F1 Start the keymapper.
CTRL-F4 Change between mounted floppy/CD images. Update directory cache for all drives.
CTRL-ALT-F5 Start/Stop creating a movie of the screen. (avi video capturing)
CTRL-F5 Save a screenshot. (PNG format)
CTRL-F6 Start/Stop recording sound output to a wave file.
CTRL-ALT-F7 Start/Stop recording of OPL commands. (DRO format)
CTRL-ALT-F8 Start/Stop the recording of raw MIDI commands.
CTRL-F7 Decrease frameskip.
CTRL-F8 Increase frameskip.
CTRL-F9 Kill DOSBox.  << VORSICHT!!
CTRL-F10 Capture/Release the mouse.
CTRL-F11 Slow down emulation (Decrease DOSBox Cycles).
CTRL-F12 Speed up emulation (Increase DOSBox Cycles)*.
ALT-F12 Unlock speed (turbo button/fast forward)**.
F11, ALT-F11 (machine=cga) change tint in NTSC output modes***
F11 (machine=hercules) cycle through amber, green, white colouring***

 

Testen der DOSBox

Unsere erste Aktion muss es sein, die Funktion der DOSBox „Megabuild“ und Bäckerei 2003 zu überprüfen. In den nächsten Schritten wird das alles noch automatisiert, hier aber überprüfen wir mit händischen Eingaben / Aufrufen, ob grundsätzlich alles funktioniert! Falls etwas nicht läuft, so können wir hier eingreifen, vor allem kopieren sich eventuelle Fehleingaben in der dosbox-SVN_MB6.conf – Datei nicht in die anderen .conf-Dateien.

1 – Wir testen das Drucken aus der console, das schwarze Fenster kennen Sie auch als ‚Eingabeaufforderung‘. Wir müssen hier drucken können, wenn nicht, so ist das Drucken aus der DOSBox sowieso unmöglich! Klicken Sie zuerst auf Start … Programme … Zubehör … Eingabeaufforderung. Das bekannte schwarze Fenster sollte zu sehen sein. Geben Sie ein: CD \ und Enter-Taste und dann CD BACKEURO und Enter-Taste falls Bäckerei 2003 sich auf diesem PC befindet. Ansonsten tippen Sie zuvor X: und die Enter-Taste, um auf das Netzlaufwerk zu wechseln. Sie sollten sich nun in C:\BACKEURO> oder eben X:\BACKEURO> befinden! Sie wissen, auf welchen Drucker Sie mit Bäckerei 2003 drucken wollen? Es kann nur ein LPT-Drucker sein und Sie müssen ihn, falls er nicht ohnehin physisch an Ihrem Computer angeschlossen ist, gemäß den Erläuterungen in dieser Hilfedatei entsprechend zugeordnet haben!
Schalten Sie den Drucker ein! Tippen Sie nun ein: TYPE BACKEU.BAT > LPT1: oder TYPE BACKEU.BAT > LPT2: je nachdem, um welche Druckerschnittstelle es sich handelt und schließen mit der Enter-Taste ab. Nach einer kurzen Wartezeit solte der Inhalt der BACKEU.BAT am Drucker ausgedruckt werden. Tut er das nicht, so müssen Sie den Drucker gemäß den Erläuterungen in dieser Hilfedatei einrichten!!

2 – Wenn der Drucker lt. Punkt 1 angesprochen werden kann, so doppelklicken Sie auf das Icon ‚DOSBox Megabuild 6‘
Die DOSBox sollte starten und der cursor sollte rechts neben der Eingabeaufforderung C:\BACKEURO> zu stehen kommen. Im Falle, dass Bäckerei 2003 auf einem Netzlaufwerk läuft, sollte eben zB X:\BACKEURO> zu sehen sein. Sollten Sie diese Meldung nicht sehen, sondern zB nur Z:\> , dann haben Sie die Konfigurationsdatei zumindest in der Sektion [autoexec] nicht angepasst. Also zurück zur Anpassung ..

3 – Info: Die DOSBox besteht aus zwei Fenstern. Einem im Hintergrund gezeigten Status-Fenster und einem Fenster im Vordergrund, in dem alles Wichtige passiert.

4 – Wir testen nun das Drucken aus der DOSBox. Eine der wichtigsten Funktionen von Bäckerei 2003 ist das Drucken von Belegen. Wenn wir nicht drucken können, so ist Bäckerei 2003 größtenteils nutzlos. Sie wissen von vorhin (Anpassung der Konfigurationsdatei), welche Druckerschnittstelle (LPT1:, LPT2: etc.) Sie für die Verwendung mit DOSBox + Bäckerei 2003 ausgewählt haben. Schalten Sie den Drucker ein! Tippen Sie nun ein: TYPE BACKEU.BAT > LPT1: oder TYPE BACKEU.BAT > LPT2: je nachdem, welche Druckerschnittstelle und schließen mit der Enter-Taste ab. Nach einer kurzen Wartezeit solte der Inhalt der BACKEU.BAT am Drucker ausgedruckt werden. Falls sich der Drucker auch nach längerer Wartezeit nicht bewegt, so müssen Sie überprüfen, ob Sie die richtige Druckerschnittstelle verwenden, ob die Definitionen in der Konfigurationsdatei in den Sektionen [printer] und [parallel] korrekt sind.

5 – Nun können wir Bäckerei 2003 mit einer Startdatei starten. Beachten Sie, dass die Startdatei eine batch-Datei ist und mit BACKEU.. beginnt. Einzelplatzcomputer haben meist die BACKEU.BAT als standard-Startdatei. Sie muss auf das aktuelle Laufwerk eingerichtet sein! Wie Sie die Startdatei (Einzelplatz / Netzwerk) richtig einrichten, steht weiter oben in dieser Hilfedatei! Einzelplatz: Tippen Sie BACKEU ein und schließen mit der Enter-Taste ab. Mehrplatz: meist haben die BACKEU..Dateien eine fortlaufende Nummer je nach Arbeitsplatz. Also BACKEU1.BAT oder BACKEU2.BAT .. etc. Tippen Sie den namen der für diese Arbeitsstation richtigen Batch-Datei ein zB: BACKEU1 und schließen mit der Enter-Taste ab. Nun sollte das hauptmenü von Bäckerei 2003 zu sehen sein! Ist es das nicht, so stimmen die Einstellungen in Ihrer BACKEU..-Datei nicht und müssen so lange korrigiert werden, bis das Startmenü zu sehen ist !

6 – Drucker in Bäckerei 2003 festlegen. Bleiben Sie im Hauptmenü und tippen die Taste Q (für ‚Konfiguration‘). Drücken Sie einmal die Enter-Taste, um rechts neben dem Text ‚Drucker:‘ zu landen. Geben Sie da den für Bäckerei 2003 ausgewählten Schnittstellen-Namen ein. Wichtig: Im Unterschied zur am Bildschirm angezeigten Hilfe verzichten Sie bitte auf den Doppelpunkt bei der Eingabe! Also: LPT1 oder LPT2 oder LPT3 eingeben. dann drücken Sie die Enter-Taste so oft, bis Sie sich mit dem Cursor wieder unter dem Hauptmenü befinden.

7 – Wir drucken nun einen Lieferschein! Wählen Sie 1-2-1 (die Lieferscheinerfassung) und drücken die Pfeil-links-Taste, falls keine Lieferscheinzeilen zu sehen sind. Dann drücken Sie die Taste P (für ‚print‘), geben im folgenden Feld eine 1 ein und drücken, falls nötig, die Enter-Taste. Wenn wir in den vorhergehenden Schritten alles richtig gemacht haben, sollte nun nach einer kurzen Wartezeit ein Lieferschein ausgedruckt werden. Wenn Sie mit einer Fehlermeldung ‚Gerät nicht verfügbar ..‘ herausfallen, dann haben Sie vorhin etwas falsch gemacht. Wenn ein kleines Fenster mit ‚Wiederholen / Abbrechen‘ angezeigt wird und Sie mit Wiederholen doch drucken können, dann sollten Sie im BIOS des Computers die Einstellungen der Druckerschnittstelle SPP / EPP / ECP auf SPP umstellen!

8 – Gratulation! Wenn nun alles läuft, so können wir getrost weiter im Werke fortschreiten und den Start von Bäckerei 2003 automatisieren!

9 – Schließen Sie das DOSBox-Fenster entweder mit der Tastenkombination Strg + F9 oder mit der Befehlseingabe EXIT und der Enter-Taste.

 

Bäckerei 2003 einrichten

Zur Beachtung: Die nachstehende Beschreibung bezieht sich auf den Einsatz des kostenlosen Programmes DOSbox „Megabuild6“. Verwenden Sie nur die Megabuild-Versionen, denn das Programm DOSBox alleine kann nicht drucken! Mehr Infos im web unter: http://www.dosbox.com/

Zur Beachtung: Wir setzen hier voraus, dass Sie die DOSBox Megabuild 6 installiert und die Konfigurationsdatei b2003.conf eingerichtet haben.

1 – Einrichten einer Konfigurationsdatei namens b2003.conf für Bäckerei 2003.

2 – Öffnen Sie den Windows Explorer und finden Sie das Verzeichnis C:\Benutzer\IhrBenutzername\AppData\Local\DOSBox\

3 – Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei dosbox-SVN_MB6.conf und klicken im Kontext-Menü auf ‚Kopieren‘

4 – Klicken Sie mit der rechten Maustaste ins gleiche Verzeichnis und klicken im Kontext-Menü auf ‚Einfügen‘

5 – Eine Datei mit Namen dosbox-SVN_MB6 – Kopie.conf erscheint.

6 – Klicken Sie mit der rechten Maustaste diese Kopie-Datei und klicken Sie im Kontext-Menü auf ‚Umbenennen‘. Sie können nun den Dateinamen überschreiben! Schreiben Sie nun b2003.conf in das Feld und drücken dann die Enter-Taste.

7 – Nun doppelklicken Sie die Datei b2003.conf und gehen ganz hinunter zur Sektion [autoexec], dort geben Sie ein

[autoexec]
## Dies ist für Einzelplatz-Installationen mit Bäckerei 2003 in C:\BACKEURO
# Lines in this section will be run at startup.
# You can put your MOUNT lines here.
mount c c:\
c:
CD backeuro
BTRIEVE /M:48 /T:C:\BACKEURO\BTRIEVE.TRN /P:4096 /I:C /B:10 /C /U:10 /F:15 /E
DEL BLINTCOM.001
SET OVERLAY_HEAP=55
SET OVERLAY_XMS=200
SET OVERLAY_EMS=0
BBINIT
REM BBDATUM 001
BBMEN 001
BBSTOP
EXIT

Speichern Sie dann die b2003.conf mit den Ergänzungen ab!

8 – Nun benötigen wir nur noch ein Icon mit Startbefehl am desktop. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon, unter dem DOSBox.exe Megabuild 6 steht. Im Kontext-Menü klicken Sie auf ‚Kopieren‘. Dann klicken Sie wieder mit der rechten Maustaste auf einen freien Platz am desktop und klicken im Kontext-Menü auf ‚Einfügen‘. Nun haben Sie eine Kopie des Icons am Bildschirm. Klicken Sie nun auf das eben erzeugte neue Icon wieder mit der rechten Maustaste und klicken im Kontext-Menü auf ‚Umbenennen‘. Nun können Sie den Text unter dem Icons ändern! Tun Sie es und schreiben dort DOSBox Bäckerei 2003 hin und beenden die Eingabe mit der Enter-Taste. Fehlt uns nur noch der Startbefehl für Bäckerei 2003! Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon und klicken im Kontext-Menü auf ‚Eigenschaften‘. Ein kleines Fenster geht auf. Wählen Sie die Registerkarte ‚Verknüpfung‘. Im Eingabefeld Ziel geben Sie die folgende Zeile ein: „C:\Program Files\DOSBox_MB6\dosbox.exe“ -conf b2003.conf Geben Sie alles genauso ein, auch und gerade die beiden Hochkommas! Wenn Sie schlau sind, dann kopieren den Text von hier (hinterlegen und Strg + C) und fügen diesen Text im Feld Ziel wieder ein (mit Strg + V).

9 – Jetzt testen: Doppelklicken Sie nun auf das Icon DOSBox Bäckerei 2003 – das Programm sollte starten. Dann drücken Sie die Tastenkombination Alt + Enter – Sie sollten Bäckerei 2003 als Vollbild sehen können. Drücken Sie nochmals Alt + Enter – das Programm Bäckerei 2003 sollte wieder im Fenster zu sehen sein. Beenden Sie Bäckerei 2003 mit der Taste X – das DOSBox-Fenster schließt sich wieder. Alles ist so wie es einmal war!

 

Die Num-Lock-Taste und Bäckerei 2003

Problem: Die DOSBox startet auch bei eingeschalteter (= verriegelter) Num-Lock-Taste nicht mit Num-Lock. Das heisst, es leuchtet zwar das Lämpchen, aber es werden von der Zehnertastatur keine Ziffern generiert!

Die Erfassung der Lieferscheine in Bäckerei 2003 sollte vorzugsweise auf dem getrennten Zehnertastatur-Block mit verriegelter (= leuchtender) Num-Lock-Taste erfolgen. Manche BenutzerInnen von Bäckerei 2003 sind ziemlich irritiert, wenn nach Start der DOSBox die Num-Lock-Taste oder das zugehörige Lämpchen zwar leuchtet, sich aber der Zehnertastatur keine Ziffern entlocken lassen.

Einfache Abhilfe: zweimal die Num-Lock-Taste drücken.

Weniger einfache Abhilfe: Am Ende der Sektion [autoexec] der conf-Datei NUMOFF und in der nächsten Zeile NUMON anfügen und die Programme NUMOFF.COM und NUMON.COM von unserem web site herunterladen:
NUM.ZIP
extrahieren und im Verzeichnis von Bäckerei 2003 verspeichern!

 

Reparieren / Umspielen beschädigter Btrieve-Dateien

WICHTIG!
Zum Umspielen beschädigter Btrieve-Dateien von Bäckerei 2003 benötigen Sie mit JEDEM Windows 7,8,8.1 und 10 immer und auf jeden Fall die DOSBox!!
Das Umspielen von Btrieve-Dateien kann nötig werden, um defekt gewordene Dateien zu reparieren oder eine Datei nach Löschen von Datensätzen zu verkleinern. Es ist auch unter Windows 7*32 nötig, die Btrieve-Dateien in der DOSBox umzuspielen! Vor dem Umspielen ist immer eine Datensicherung anzufertigen!! Sollten die Parameter des Btrieve-Aufrufes in der UM.BAT nicht stimmen, dann löschen Sie mit dem nachfolgenden Befehl die Datei anstatt sie umzuspielen – seien Sie also vorsichtig!

Es ist ganz einfach: Starten Sie die DOSBox.exe Megabuild 6 – Sie sollten nun die Meldung C:\BACKEURO> sehen (Einzelplatz). Kontrollieren Sie die UM.BAT, ob die Parameter richtig sind und geben den Befehl TYPE UM.BAT ein und schließen mit der Enter-Taste ab. Die UM.BAT wird aufgelistet. Die wesentlichen Stellen habe ich mit brauner Farbe gekennzeichnet.

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ECHO OFF
ECHO Umspielen von BTRIEVE-Dateien BLxxx.DAT
ECHO des Bäckerprogrammes BÄCKEREI 2003
ECHO Korrekter Befehl war: UM BLxxx
ECHO ** Haben Sie Ihre Daten schon gesichert?? **
ECHO Wenn keine Datensicherung, schalten Sie JETZT das Gerät ab!!
ECHO Wenn falsche Eingabe, dann schalten Sie JETZT das Gerät ab!!
ECHO Abbruch auch mit Strg-C oder Ctrl-C Tastenkombination möglich
PAUSE
DIR %1.DAT
ECHO Entscheiden Sie nun, ob genug Platz auf Ihrer Festplatte ist!
ECHO Wenn die %1-Datei größer ist als der noch freie Platz auf der
ECHO Festplatte, dann ist die Umspielung sehr gefährlich. Möglicherweise
ECHO können Sie die entstandenen Probleme dann nicht mehr reparieren!
ECHO Wenn nicht genug Platz – dann schalten Sie das Gerät JETZT AB!
PAUSE
ECHO ON
BUTIL -STOP
BTRIEVE /M:48 /T:C:\BACKEURO\BTRIEVE.TRN /P:4096 /I:C /B:30 /C /U:10 /F:15 /E
DEL X.DAT
BUTIL -RECOVER %1.DAT X.DAT
BUTIL -CLONE %1X.DAT %1.NUL
DEL %1.DAT
REN %1X.DAT %1.DAT
BUTIL -LOAD X.DAT %1.DAT
DEL X.DAT
BUTIL -stop

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Die wesentlichen Fragen:

a – weicht die Meldung, die Sie im Fenster der DOSBox sehen (links vom cursor!) von C:\BACKEURO> ab?
Wenn ja, dann müssen Sie den ersten markierten Parameter in der BTRIEVE..-Zeile der UM.BAT entsprechend ändern!

b – Weicht das Laufwerk in der Meldung, die Sie im Fenster der DOSBox sehen (links vom cursor!) von C:\BACKEURO> ab?
Wenn ja, dann ist der zweite markierte Parameter in der BTRIEVE..-Zeile entsprechend zu ändern.

Wenn Änderungen vorzunehmen sind, dann starten Sie den Windows Explorer mit ÿ-Taste + E und suchen / finden die UM.BAT im Verzeichnis \BACKEURO. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei UM.BAT und klicken auf ‚Bearbeiten‘. Falls noch kein Programm dafür verwendet wurde, wählen Sie aus den Programmen (kein web-Dienst!) den Editor aus. Nehmen Sie die nötgigen Änderungen vor und speichern Sie die Datei wieder ab.

Nun geht’s an das Umspielen!
Wenn die UM.BAT richtig ist, dann kann es losgehen!
Wählen Sie die richtige Datei zum Umspielen aus! Die Dateinamen in Bäckerei 2003 lauten wie folgt:
BLAKT.DAT …. die Aktionsdatei (wird in 1-1-5 erstellt)
BLARB.DAT …. die Arbeitsgangdatei (2-2-2)
BLARSTK.DAT … Stücklistendatei ARA
BLART.DAT …. die Artikeldatei (wird in 1-1-2 erstellt)
BLARZUT.DAT … Wertstoffe ARA
BLBACK.DAT … Backzetteldatei für den kompl. Backzettel 1-2-4-7
BLBDEF.DAT … Backzettel-Definitionsdatei für den kompl. Backzettel 1-2-4-7
BLDLS.DAT …. Dauerlieferscheindatei (1-1-6)
BLDRU.DAT … Druckeranpassungsdatei (4-8)
BLETI.DAT …. Etikettendatei für Etiketten ohne Strichcode (4-1 und 4-2)
BLEZT.DAT … Festlegungen für Einzähltabellen-Datei (1-2-3-6-2)
BLIND.DAT … Spezialpreisdatei (1-1-3)
BLINH.DAT … Preislistenbezeichnungstexte zu den Preislisten (1-1-3)
BLJOU.DAT …. Fakturenjournaldatei (zB 1-5-1)
BLKAKOM.DAT bzw. BLKAKOM2.DAT Kassendefinition KAKOM
BLKASSA.DAT … Kassendefinition VECTRON
BLKPRCHG.DAT …. Preisänderungsdatei KAKOM + Vectron
BLKUN.DAT … Kundendatei (1-1-4)
BLLIE.DAT …. Lieferantendatei (2-2-3)
BLPAR.DAT ….. Paßwortdatei (P)
BLREZ.DAT …. Rezepturendatei (2-1)
BLSORT.DAT …. Sortimentsdatei (1-1-7)
BLSTA.DAT … Unternehmensstamm (1-1-1)
BLTEIG.DAT … Teiglistendatei für den kompl. Backzettel 1-2-4-7
BLSAM.DAT … Lieferscheindatei (1-2-1)
BLVER.DAT … Verweisdatei für den Etikettendruck (1-2-4-5)
BLZUT.DAT …. Zutatendatei (2-2-1)
BLUMSP01.DAT … Auslagerungsdatei für Lieferscheine (S-7) hat gleiche Struktur wie die Lieferscheindatei BLSAM.DAT

BLADRnn.DAT, BLFGOnn.DAT, BLHILnnn.DAT, BLSRF.DAT, BLSRL.DAT, BLLSL.DAT und alle anderen, oben nicht aufgeführten Dateien: dies sind KEINE Btrieve-Dateien, können daher auch nicht mit UM.BAT oder UMW2K.BAT repariert werden.

Letzte Frage: Wurden die Daten gesichert?
Wenn nicht, dann machen Sie es jetzt mittels des Befehls
COPY BLxxx.DAT BLxxx.SAV und Enter-Taste. (An Stelle des xxx ist der Rest des Namens der umzuspielenden Datei einzusetzen!)
Wenn als Rückmeldung ‚.. eine Datei kopiert.‘ kommt, dann haben Sie eine Schnellsicherung der Datei mit Namen BLxxx.SAV im Verzeichnis \BACKEURO angelegt.

Nun den Befehl zum Umspielen eingeben:

UM BLxxx und die Enter-Taste

Dann muss noch zweimal die Enter-Taste gedrückt werden und das Umspielen der Datei läuft.
Warten Sie, bis der Lauf fertig ist, die Dauer hängt sehr von der Größe der Datei und von der Geschwindigkeit des Computers ab. Das kann wenige Sekunden oder auch eine Viertelstunde dauern!

Wenn der cursor dann wieder neben C:\BACKEURO> steht, ist alles erledigt, Sie können die DOSBox schließen und weiter mit Bäckerei 2003 arbeiten!

 

Konflikte mit anderen Btrieve-Versionen

Programme unter Btrieve bzw. Pervasive SQL bzw. Novell Server

Bäckerei 2003 verwendet als Datenbank Btrieve 5.10a – dies ist eine hochzuverlässige Datenbank unter DOS. Wir haben seinerzeit von der Lieferfirma Novell die Lizenz erworben, dieses Programm beliebig oft bei unseren Kunden installieren zu können.

Die Firma Novell hat dann, als es mal nicht so gut lief, das Datenbankprodukt Btrieve an die ursprünglichen Ersteller des Programmes zurückverkauft. Die haben eine eigene Firma (Pervasive Inc.) gegründet und die in Btrieve steckende Datenbank-Technologie in Richtung SQL weiterentwickelt. Es entstand also eine Windows-Datenbank, die sich nun nicht mehr „Btrieve“ nennt sondern stolz „Pervasive SQL“ hieß. Trotzdem, dahinter steckt im Kern immer noch das gute alte Btrieve! Pervasive SQL wird nicht mehr – wie Btrieve – beim Start des Programmes geladen und bei Beendigung ebenfalls wieder beendet, sondern Pervasive SQL bleibt permanent auf einem PC oder einem Server installiert.

Wichtig: Auf einem Computer kann zur gleichen Zeit immer nur ein Btrieve laufen! Wenn Sie also ein Kassabuch, eine Finanzbuchhaltung oder irgend ein Programm erwerben, das ebenfalls mit Btrieve oder Pervasive SQL läuft, dann haben wir einen klassischen Fall von Inkompatibilität bzw eines Konfliktes dieser beiden Btrieve-Versionen! Bäckerei 2003 und das jeweils andere Programm laufen mit Sicherheit mit einem Btrieve unterschiedlicher Version und machen sich gegenseitig das Leben schwer! Im Extremfall wird Bäckerei 2003 gleich nicht starten, im perfidesten arbeitet es statt mit Version 5.10a mit einer anderen Version. Perfide deshalb, weil Bäckerei 2003 zwar scheinbar gut funktioniert, beim Start mit dem ursprünglichen 5.10a aber abstürzen wird.

LÖSUNG
Eine vernünftige Lösung zum Isolieren von Bäckerei 2003 von einem anderen unter Pervasive SQL laufenden Windows-Programm ist der Einsatz einer beliebigen Virtual Machine, vorzugsweise der DOSBox / Megabuild 6. Die DOSBox läuft auf jedem Windows Computer, auch unter Windows XP*32. Man muss also nicht unbedingt auf Windows 7 umstellen, um in den Genuss der Vorteile einer Virtual Machine wie DOSBox zu kommen. Die DOSBox hat den für uns unschätzbaren Vorteil, dass man die Laufwerke des Host-Computers mit jenen der VM identisch halten kann!